Integrationsprojekte
Meist werden Unternehmen aus marktstrategischen Überlegungen gekauft. Wenn es dann im Nachgang zu der Akquise zu einer strukturierten Integration kommt, hat diese in der Regel den folgenden Ablauf:
- Eindeutige Abgrenzung von Märkten und Produktanwendungen
- Entscheidung durch die Unternehmensleitung, wer künftig welche Führungsverantwortung tragen wird
- Einrichten funktionsbezogener Teams aus Mitarbeitern beider Unternehmen (Käufer und Gekaufter)
- Erarbeiten von Rahmenbedingungen, unter denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Funktion künftig zusammenarbeiten sollen
- Umfassende Kommunikation der Ergebnisse
Diese Vorgehensweise ist grundsätzlich tauglich, um zu brauchbaren Ergebnissen zu führen. Meiner Erfahrung nach ist es so, dass das kaufende Unternehmen dabei mit einer gewissen Dominanz auftritt. Im Sinne einer Führung des Integrationsprozesses ist dies richtig und sinnvoll.
Mit Blick auf ein bestmögliches Ergebnis des Integrationsprozesses ist es jedoch ebenso wichtig, dass die Mitarbeiter beider Unternehmen bei der Gestaltung der künftigen Schnittstellen und Arbeitsabläufe ihr Wissen und ihre Erfahrungen mehr oder weniger auf Augenhöhe einbringen können. Erst so wird es möglich, dass die Stärken des gekauften Unternehmens erhalten bleiben und die Prozesse in diesem Unternehmen am Ende der Integration tatsächlich die bestmöglichen Prozesse sind und nicht einfach nur die heutigen Abläufe des kaufenden Unternehmens abbilden.
Um einerseits Schnittstellen passend definieren zu können und um andererseits für Prozesse, die angepasst werden müssen, zu möglichst guten Lösungen gelangen zu können, ist eine Gemeinschaftsarbeit von Führungskräften und erfahrenen Mitarbeitern aus beiden Unternehmen notwendig. Nur wenn diese gelingt, werden die Veränderungen im gekauften Unternehmen mit Motivation und Zuversicht getragen.
Um dieses Ergebnis zu erreichen, bedarf es passend besetzter Teams (Punkt 3), und es bedarf einer neutralen Moderation der Team-Diskussionen (Punkt 4). Diese neutrale Moderation biete ich − den Integrationsprozess begleitend in Form kleinerer Workshops.
In großen Unternehmen nutze ich den ersten Workshop, um gemeinsam mit den Beteiligten den gesamten Geschäftsprozess des gekauften Unternehmens darzustellen. Dies ermöglicht es, im Rahmen der gesamten Integration im Blick zu behalten, ob Änderungen, die für einen Teilprozess befürwortet werden, möglicherweise an anderer Stelle im Gesamtprozess negative Auswirkungen haben, sprich: dazu führen, dass der Kunde/Markt nicht mehr optimal bedient werden kann.

Nach diesem ersten Workshop werden für jede betriebliche Funktion des gesamten Geschäftsprozesses in kleineren Teams Maßnahmen erarbeitet und konsequent umgesetzt. Das Ende des Integrationsprozesses bildet dann eine kurze Abschlussveranstaltung, auf der ein Überblick über alle Änderungen gegeben wird und die meiner Erfahrung nach auch wichtig ist, um im gekauften Unternehmen das Signal zu setzen, dass ab nun wieder Stabilität und Ruhe einkehrt.
In wenig komplexen Unternehmen hat es sich bewährt, anstelle der eben skizzierten Vorgehensweise einen einzigen mehrtägigen Workshop durchführen. Die Umsetzung aller auf diesem Workshop definierten und beschlossenen Maßnahmen kann dann problemlos intern nachverfolgt werden.
Die hier dargestellten Leistungen biete ich auch bei größeren Umstrukturierungen innerhalb eines Unternehmens.